Besuch in Litauen
Vom 20. bis 24. Juni 2011 besuchte Mutter M. Samuela unsere beiden Niederlassungen in Litauen und ich durfte sie auf dieser Reise begleiten.
Sehr zeitig am 24. Juni startete das Flugzeug von römischen Flughafen Fiumicino in Richtung Litauen und nach einem Zwischenstopp in Frankfurt/Main landeten wir mit einiger Ver-spätung in Vilnius, wo uns Sr. M. Emanuela und Sr. M. Teresa erwarteten. Da das Wetter sonnig und trocken war, zeigten uns die beiden Schwestern einige Schönheiten der Altstadt von Vilnius.
Vilnius liegt in einem Tal zwischen Vilnia und Neris, in einem waldreichen Gebiet, nur etwa 40 km von der weißrussischen Grenze entfernt und ist mit ca ½ Million Einwohnern die größte Stadt des Landes. Seit dem 16. Jahrhundert schufen italienische Baumeister zahlreiche Bauwerke im Stil des Barock. Viele Gebäude aus den letzten 400 Jahren, sind erhalten geblieben und in jüngerer Zeit sehr schön restauriert worden, so dass Vilnius über eine der ausgedehntesten Altstädte in Osteuropa verfügt. Wegen der mehr als 50 Kirchen der Stadt, trägt Vilnius auch den Beinamen „Rom des Ostens“.
Wir beteten vor dem berühmten Marienbild im Stadttor von Vilnius, sahen uns einige sehr schöne Kirchen an und besuchten auch die Kathedrale des hl. Stanislaw und des hl. Wadislaw. Besonders bewegt hat es mich, dass nicht nur Touristen die Kirchen anschauten, sondern wir überall zahlreichen Menschen begegneten, die wirklich zum Beten in die Kirche gekommen waren.
Am Abend fuhren wir in unseren Schwesternkonvent nach Alytus, etwa 120 km von Vilnius entfernt, zwei Tage später zu den Schwestern nach Kaunas.
Hier in Kaunas durften wir am 23. Juni die Erstprofess unserer Schwester M. Irma Tekoriute feiern. In der festlich geschmückten Kapelle legte Schwester M. Irma ihre ersten Gelübde ab. Sie versprach Gott und der Kirche die Treue und Mutter M. Samuela und den anwesenden Schwestern ein Leben in unserer Ordensgemeinschaft in Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam.

An der sehr feierlich gestalteten Heiligen Messe nahmen Angehörige von Sr. M. Irma, einige Priester, Arbeitskollegen, Freunde und viele Leute aus der Pfarrgemeinde teil. Sie waren gekommen, um diesen frohen Augenblick mitzuerleben, Sr. M. Irma für ihr Zeugnis zu danken und für sie und das weitere Wirken unserer Schwestern in Litauen zu beten.
Zum Mittagessen waren viele von ihnen eingeladen und es war schön, diese frohe Gemeinschaft und das herzliche Miteinander unserer Schwestern mit den Menschen vor Ort zu erleben und ein Stück daran teilzuhaben.


Für mich war es der erste Besuch in Litauen und die erste Begegnung mit dem Land und den Leuten. Von Herzen danke ich Mutter M. Samuela, dass Sie mir durch die Mitnahme auf ihre Visitationsreise nach Litauen, viele neue Erfahrungen ermöglicht hat, und ich so die Schwestern in unseren beiden Niederlassungen in Kaunas und Alytus, ihr Wirken und ihre Lebenssituation mit eigenen Augen sehen und ein wenig erleben und kennenlernen durfte.
Sr. M. Birgit Häusler